Der Traugottesdienst ist für die meisten Paare der Kern jeder Hochzeit. Freunde und Familie kommen zusammen. Hier werden die Ehegelübde gesprochen, feierlich die Ringe getauscht. Doch welches Paar hat zuvor schon einmal einen Gottesdienst gestaltet?
Die Trauzeugen sind ausgewählt, die Vorbereitung des kirchlichen Gottesdienstes geht das Paar gemeinsam mit dem trauenden Pfarrer an und der Tag, an dem es passieren soll, wurde schon Monate vorher auserkoren. Aber es gibt viel mehr zu tun: Damit der Traugottesdienst nicht in Stress ausartet und Braut und Bräutigam sich nur aufeinander, und nicht auf den Ablauf konzentrieren müssen, ist eine gute Vorbereitung essenziell. Zu planen gibt es immerhin einiges – Einladungen müssen verschickt, Trausprüche ausgewählt, für Musik gesorgt und Blumen ausgesucht werden. Da holt man sich am Besten professionelle Hilfe.
Nicht lange herumdrucksen
Die Programme für den Traugottesdienst müssen gestaltet und gedruckt werden. Schließlich sollen die Gäste an die Hand genommen werden und stets wissen, was als nächstes kommt. Hier kann der Ablauf grob abgedruckt werden. Zudem sollten die Liedtexte hier zu finden sein. So spart man sich das Austeilen der Gesangsbücher. Hier kann der Trauspruch integriert sein und Anweisungen für die Gäste. Darf fotografiert werden, für welchen Zweck soll die Kollekte zur Verfügung gestellt werden und wie heißt die Klavierspielerin: Dafür ist im Heftchen Platz. Mit einem schönen Bild des Paares oder der Kirche wird das Programm individuell. Wer sich frühzeitig um den Druck der Programmhefte kümmert, vermeidet unnötigen Stress.
Ringe fürs Leben
Braut und Bräutigam sehen großartig aus; die Kirche verleiht der Trauungszeremonie einen weihevollen Rahmen. Da soll jedes Detail stimmen. Nicht nur die Ringe müssen perfekt sein, auch das Kissen, auf dem sie gebettet sind, sollte etwas hermachen. Es gibt Ringkissen in rechteckiger, aber beispielsweise auch in Herzform. Klassische Farben für Ringkissen sind dunkle Rottöne oder softes Creme – vielleicht passend zum Brautkleid. Weit wichtiger sind jedoch die Ringe an sich. Statt sie beim Juwelier auszusuchen, ist es auch möglich, beim Goldschmied etwas ganz Eigenes anfertigen zu lassen. Der Hit sind Trauringkurse, bei denen die Paare nach einem Vorgespräch in einem Workshop unter Anleitung eines erfahrenen Goldschmieds an ihren Trauringen arbeiten. Die Kurse gibt es um 150 Euro pro Paar.
Durch die Blume gesagt
Schöne Blumen sind Romantik pur, und so ist ein guter Florist einer der wichtigsten Ansprechpartner vor einer kirchlichen Hochzeit. Allein der Brautstrauß ist eines der wichtigsten Accessoires während der ganzen Zeremonie und sollte etwas Besonderes sein. Für den Fall, dass Brautjungfern dabei sind, sollten auch sie mit hübschen Sträußen ausgestattet sein – obgleich die Sträuße natürlich kleiner sein müssen, als der der Braut. Auch in der Kirche selbst machen sich eine paar schöne Blüten gut. Normalerweise wird die Dekoration mit Blumen von der Kirche übernommen, aber wer rechtzeitig den Küster oder Pfarrer fragt, bekommt bestimmt die Erlaubnis, selbst für Blumenschmuck zu sorgen. Auch die Blumenkinder sollten gut mit Streublumen oder Blütenblättern ausgestattet sein.
Romantische Klänge
Musik ist stets ein tolles Highlight in jedem Traugottesdienst. Natürlich werden hauptsächlich Lieder aus dem Gesangsbuch ausgewählt. Dennoch ist es nach Sprache mit der Kirche auch möglich, eigene Lieder in die Zeremonie einzubauen. Ob eine Sängerin mit klarer Stimme das Lieblingslied des Brautpaares zum Besten gibt oder gleich ein ganzer Chor – Künstler sollten früh angefragt werden. Wer im Bekanntenkreis keine begnadeten Talente hat, wendet sich an eine Künstleragentur. Zudem muss vorher geklärt werden, ob Instrumente benötigt werden. Eine Orgel und ein Klavier sind häufig vorhanden und eignen sich als Begleitung für einen Sänger hervorragend.
Trausprüche und Treueschwüre
Der Ablauf der Hochzeit wird mit dem Pastor besprochen. Auch die Trausprüche kann man gemeinsam mit ihm auswählen. Meist wird ein Spruch aus der Bibel gewählt. Wer nicht bibelsicher ist, kann im Internet nach passenden Zeilen suchen. Wer einen nicht-biblischen Trauspruch wünscht, kann sich beispielsweise von Literatur und Philosophie inspirieren lassen. Der Spruch sollte weise gewählt werden, denn häufig wird er auf der Hochzeitsurkunde vermerkt.
Bilder für die Nachwelt
Wer die Hochzeit später seinen Kindern und Kindeskindern vorspielen können möchte, tut gut daran, sie filmen zu lassen. Damit alle Gäste entspannt die Zeremonie genießen können, ohne dass einer von ihnen den privaten Camcorder schwenken muss, empfiehlt es sich, einen professionellen Fotografen beziehungsweise Kameramann zu engagieren, der das entstandene Video im Nachhinein auch noch entsprechend zusammenschneiden und nachbearbeiten kann.
Hochzeitsplanung deluxe
Verliebte, die ihrem eigenen Organisationstalent nicht so recht über den Weg trauen und die Planung lieber den Profis überlassen, haben natürlich auch die Möglichkeit, sich an einen so genannten Wedding Planner zu wenden, der von A bis Z vorbereitet und dafür sorgt, dass alles rund läuft.
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