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Bauchtänzerin Niniel

Wie sind Sie darauf gekommen, als Bauchtänzerin zu arbeiten?

Ich war damals 15 Jahre alt und alle meine Freunde hatten ein Hobby. Da mir die Begabung fehlte ein Instrument zu spielen habe ich mich an unterschiedlichen Tanzstilen versucht. Da bin ich letztlich beim Orientalischen Tanz hängen geblieben. Es war aber nicht nur der Tanz und die Musik, die mich faszinierten, ich hatte auch eine gute Lehrerin, die einen sehr gut begeistern konnte.

Für was für Veranstaltungen werden Sie vorrangig gebucht?

Die meisten Veranstaltungen sind Geburtstage, Hochzeiten und Betriebsfeiern.

Wie kann man sich eine Show von Ihnen vorstellen?

Mein Repertoire ist vielfältig und wird entsprechend der Art der Feier zusammengestellt. Beispielsweise tanze ich oft auf Mittelalterfesten mit einem Säbel oder mache einen Lichtertanz, bei dem Kerzen auf einem Tablett auf dem Kopf balanciert werden.

Sofern die Örtlichkeit über eine große Bühne verfügt, tanze ich auch mit Isis-Flügeln (Flügelschleier), was einen ganz eigenen Effekt für sich hat.

Mein klassisches Programm setzt sich aus Schleiertanz und Tanz zu Trommeln zusammen.

Sie hatten bereits jede Menge Auftritte im Fernsehen. Wird der Bauchtanz in Europa immer populärer? (weiterlesen …)

Aliya Ilayda BauchtanzWoher kommt der Bauchtanz ursprünglich?

Raks Sharki – Bauchtanz oder Orientalischer Tanz?

Viele Tänzer verwehren sich gegen die Bezeichnung Bauchtanz. Das liegt wohl darin begründet, dass dieser Begriff es eigentlich nicht ganz trifft.

Die gebräuchlichere Bezeichnung “Bauchtanz” leitet fehl in der Annahme, nur der Bauch würde sich bewegen. Vielmehr ist der ganze – gezielt

isolierte – Körpereinsatz gefragt. Schultern, Hüften, Po, Kopf, Arme, Hände, Brustkorb usw. Aber eigentlich kann man schon beide Begriffe synonym verwenden.

“Bauchtanz” kommt von dem französischen “Danse du ventre” und wurde dann mit “Bellydance” ins Englische und Amerikanische übertragen.

Der arabische Name des Bauchtanzes, “Raks sharki”, bedeutet “Orientalischer Tanz” oder “Tanz des Ostens”, wobei das aus dem Assyrischen stammende Wort “Rakadu” (feiern) soviel heißt wie “sich freuen” oder “feiern”. Die Musik spielt hierbei eine große Rolle. Sie ist sehr abwechslungsreich und bietet viele Interpretations- und Umsetzungsmöglichkeiten. So erfährt man das Gefühl mit der Musik im Einklang zu sein und sie mit dem Körper darzustellen.

Wo Bauchtanz nun eigentlich her kommt, kann man gar nicht so klar sagen. Es gibt viele Vermutungen, aber keine klaren, wissenschaftlichen Belege. In der Literatur kann man häufig lesen, dass der Orientalische Tanz aus dem Fruchtbarkeitsritus entstand und zu den ältesten Tänzen der Welt gehört. Zeichnungen, die darauf hin weisen sind in den Orientalischen Ländern, Indien, dem Balkan und vielen weiteren im Mittelmehrraum liegenden Ländern zu finden. Allerdings ist nicht sicher zu sagen in wie weit diese Fruchtbarkeits-, Geburts- und Tempeltänze nun wirklich Ähnlichkeit mit dem haben, was wir heut zu Tage unter Bauchtanz verstehen.

Mit der Zeit entwickelte es sich in jedem Falle über eine Art Party-Animation bei Hofe in Orientalischen Ländern hin zu einem Showact auf Hochzeiten und Beschneidungsfeiern und zu dem was für Touristen auf geführt wird, um diesen die Kultur des jeweiligen Landes näher zu bringen. Aber man muss sehr unterscheiden zwischen der Kunstform „Orientalischer Tanz“ und dem was wir als Touristen kennen lernen. In touristischen Gebieten wird das gezeigt, was sie glauben, was der Besucher gern sehen möchte. Nicht das was es wirklich ist. Darum halten ja viele Bauchtanz für einen reinen Anmachtanz um Trinkgelder zu sammeln, welcher nicht schwer ist. Man zieht einen BH an und wackelt ein wenig lasziv…

Inzwischen ist Orientalischer Tanz eine Bühnenkunstform geworden, die Weltweit immer mehr Anerkennung als wirkliche Kunst geniest und die Bewegungsformen aufweist, die ähnlich Anspruchsvoll sind, wie Vorführungen im Bereich Jazz, Modernem Tanz oder Ähnlichem.

Was für Grundvoraussetzungen brauche ich, um Bauchtanz zu lernen? (weiterlesen …)