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Blog > Allgemein > Der Scherzkellner, der den Gästen die schlechte Laune verdirbt

Haben Sie als Scherzkellner immer das gleiche Programm oder kann der Kunde wählen?

Natürlich kann der Kunde wählen, ob der “Scherzkellner” sofort als solcher erkannt werden oder ob ich als “falscher Kellner” zunächst die Gäste “an der Nase herumführen” soll. Häufig ist es viel unterhaltsamer, wenn die Gäste mich anfangs für einen echten Kellner halten! Bei der Programmgestaltung kann ich mich aus einem reichhaltigen Repertoire bedienen und passe mich stets sehr sensibel der jeweiligen Gesellschaft an. Wenn mein Auftraggeber keine Tischzauberei mag, kann ich auf diesen Aspekt der Unterhaltung auch ganz verzichten. Dann spiele ich einen übereifrigen Kellner, der die Gäste mit Close-Up-Comedy und absurden Aktionen belustigt! Aber ich dränge mich niemals auf. Wenn sich Leute bei einer Feier z.B. sehr angeregt unterhalten und auch ohne mein Dazutun Spaß haben, nähere ich mich nur ganz langsam. Dann beobachte ich die Reaktion auf meinen seltsamen Charakter ganz genau und greife als Comedykellner erst ein, wenn ich sicher bin, dass an diesem speziellen Tisch humorvolle Unterhaltung gewünscht wird.

Seit wann betreiben Sie das Sub-Angebot mit der Scherzkellnerei und wie kam es dazu?

Als Comedykellner arbeite ich mittlerweile bestimmt mehr als 8 Jahre. Sicherlich bin ich als Kellner in vielen Restaurants daher mittlerweile hilfreicher als so manche Aushilfskraft. Wie es ursprünglich dazu kam, kann ich heute kaum noch nachvollziehen! Damals war diese Form der Unterhaltung auch schon nicht mehr außergewöhnlich. Dinnershows gibt es ja schon seit Jahrzehnten! Und ich habe mich vor Jahren schon davon verabschiedet, lediglich als Jongleur meine artistischen Shows zu spielen. Nachdem ich mein humoristisches Talent entdeckt hatte, habe ich stets nach weiteren Möglichkeiten gesucht, dieses auch umzusetzen. Da ich häufig bei Events gebucht wurde, bei denen auch gegessen wird, war der Schritt dahin, im Vorfeld zu meiner Jonglageshow auch als falscher Kellner tätig zu werden, sehr naheliegend.

Als Scherzkellner treten Sie auf in Kooperation mit einer Partnerin auf, wie kreuzten sich Ihre Wege?

Das ist eine lange Geschichte. Seit 2004 konzipiere ich im Auftrag der Gütersloh Marketing GmbH jährlich einen Straßenkünstler-Wettbewerb. Irgendwann hat sich meine Bühnenpartnerin als “Die wilde Ilse” beworben! Frauen sind in der Kleinkunst-Szene stark unterrepräsentiert. Also habe ich mich gefreut, eine Jongleurin (…grammatikalisch korrekt: Jongleuse!) zu diesem Festival einladen zu können. Danach haben wir uns allerdings für einige Jahre aus den Augen verloren! 2007 suchte ich eine Partnerin für ein neues Kinderprogramm über ein Forum für Kleinkünstler im Internet. Silvia Licht (…alias “Die wilde Ilse”) hat sich auf meine Anfrage gemeldet! Seitdem haben wir gemeinsam nicht nur eine Jonglageshow entwickelt, sondern treten auch im Duo auf als Comedykellner, Putzfrau und Hausmeister, Straßenfeger, Arzt und Assistentin, usw.

Was hat es mit den Brillen mit dickem Rahmen und großen Gläsern auf sich?

Ich mag Komiker mit Hornbrillen! Es gibt zahlreiche Kabarettisten, die eine Hornbrille nutzen, um einen bestimmten Charakter noch besser zu verkörpern als das es ohne dieses Requisit möglich wäre. Um ein paar Namen zu nennen: Herbert Knebel, Georg Schramm, Hans-Hermann Thielke,… und ich mag auch ganz besonders gern Heinz Erhardt (…der wahrscheinlich gar nichts dafür kann, dass er eine solche Brille tragen mußte!). Natürlich versuche ich nicht, einen solchen Künstler zu imitieren, aber die “Verkleidung” mit einer Hornbrille ermöglicht es mir, in eine völlig andere Rolle zu schlüpfen. Wenn ich die Hornbrille aufsetze, dann bin ich ein anderer Mensch!

Auch wenn der Kellner mehr zum unterhalten der Gäste da ist, sind die Speisen doch echt, oder?

Natürlich! Mit den Speisen habe ich ja gar nichts zu tun. Allerdings serviere ich zur Vorsuppe gern eine eigene Spezialität. Ich besitze eine uralte Maggi-Flasche mit der Aufschrift “Von unbegrenzter Haltbarkeit”. Diese Flasche präsentiere ich auf einem Holztablett als “Schnapsrunde”. Es ist schon sehr lustig, mit den Gästen einer Feier “Maggi” aus einem Schnapsglas zu trinken, aber das sollte man(n) schon live und in Farbe erleben. Eine solche lustige Aktion im Interview näher zu beschreiben, macht einfach keinen Sinn!

Ihre Referenzliste als Scherzkellner ist voll – bei welchen Veranstaltungen lassen sich die Leute erfahrungsgemäß am besten Mitreißen?

Die allerbesten Auftritte als Comedykellner habe ich dort, wo sich die Gäste bereits untereinander sehr gut kennen. Hier sind die Hemmungen geringer auf meine “Späße” einzugehen! Schließlich lebt die ganze Aktion davon, inwieweit die Leute bereit sind, einen “außergewöhnlichen” Kellner zu akzeptieren und entsprechend mitzuspielen. Aber ich habe es auch sehr gern, als falscher Kellner möglichst lange für eine gewisse Irritation zu sorgen! Wenn sich erst ganz langsam offenbart, dass ich kein gewöhnlicher Kellner bin, dann entzündet sich nach und nach eine unglaublich gute Stimmung und eine Erwartungshaltung an meine Person, die mir am Ende einer Veranstaltung ein gelungenes Finale garantiert. Eine Jonglage mit Buschmessern unter Einbeziehung von zwei Gästen kann dann ein prima Höhepunkt sein!

Eventmarkt.de sprach mit Andreas Wetzig.

Als “verrückter Kellner”, der den Gästen garantiert die schlechte Laune verdirbt… (aber ohne zu kleckern und ohne irgendjemanden zu beschämen), sorgt der Kleinkünstler KRAWALLI mit Tischzauberei und absurden Aktionen für allerbeste Unterhaltung.

Der Scherzkellner kann für Feiern und Events gebucht werden unter:

0160 – 91 92 99 19

KRAWALLI-Entertainment

Andreas Wetzig

Stapenhorststraße 152

33615 Bielefeld

www.scherzkellner.de

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